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Storys

~*~Storry´s~*~

Wegen ein Spass...

Er schaute sich ihr bild an..
das war das letzte was von ihr übrig geblieben war..
er erinnerte sich noch sehr genau daran wie alles passiert war..
und jedes mal hasste er sich mehr wenn er dran dachte weil es seine schuld war..
es hatte alles damit angefangen das sie sich draus nur ein Spaß machen wollten..
Er ging zu seiner Freundin mit einer sehr traurigen gesicht...
Ich heirate ...hatte er gesagt...
du heiratest?...hatte sie mit tränen in den augen geflüstert..
Jah...meine eltern haben mir eine Braut gefunden..und sie muss ich heiraten wie es meine eltern sagen..
warum morgen?...warum sie?...ich ..ich liebe dich doch so sehr....sie weinte...
er hielt ihre Hand...umarmte sie das allerletzte mal..das wusste er noch nicht...
Tu mir ein Gefallen und komm morgen ich bitte dich das ist meine letzte bitte an dich..
meine zeit mit dir war so schön das ich morgen diese feier nicht ohne dich will.....
Sie konnte es nicht glauben immer noch nicht..sie überlegte und überlegte
sie wollte nicht gehen das würde ihr herz mehr brechen sie konnte nicht..
Versprich mir das du kommst ich bitte dich.......
sie wusste das es ihr letztes versprechen sein würde und wollte nicht sein herz brechen
weil sie ihn liebte...ICH verspreche es....mein geliebter....
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Sie ging davon...ohne zu wissen das es alles nur ein Spaß von seinem geliebten war..
denn in wirklichkeit wollte er um ihre hand anhalten er wusste das sie zwar sauer auf ihn werden würde
aber zu dieser idee hatte er sich von seinen freunden überreden lassen...
Sie hatten alles arrangiert..Ein Saal wo nur ihre freunde eingeladen waren um ihre Hochzeit bekannt zu geben
Er hatte ihr Kleid dabei das schönste Hochzeitskleid das er je gesehen hatte und das ihr wundervoll gepasst hätte.
er hatte die ehe ringe dabei....
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Am nächsten Tag wartete er die ganze zeit auf ihre anwesenheit..
17 Uhr...Sie ist noch nicht da...
18 Uhr...Sie kam nicht...
und so ging es bis 22 Uhr
alle warteten ungeduldigt auf seine geliebte.
SIE MUSS KOMMEN hat er gesagt
SIE HATS MIR VERSPROCHEN!!
doch sie kam nicht..
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Er fuhr zu ihr nach Hause...
er sah schuhe gestappelt vor ihrer haustür..
er rannte rein und sah sie da liegen..
blass....blasss ihr hals ganz mors...
sie war tot..
sie hatte sich aufgehängt wegen IHN!
Sie liebte nur ihn!
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2 Tage später war die Beerdigung..
er erschien als alle weg waren er konnte es nicht wagen
er hatte in seiner hand eine rose und eine tüte..
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Er weinte...
ICH HAB NUR DICH GELIEBT
DU HAST MIR VERSPROCHEN ZU KOMMEN
ICH WOLLTE DICH HEIRATEN!
und ich wollte dich damit überraschen......
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er warf das Hochzeitskleid aus der tüte auf ihr Grab..
er weinte wie noch nie...
Es ist meine schuld das du gestorben bist dafür werde ich mir nie verzeihen...
verzeih mir mein schatz.....

 

  Wahre Liebe...

Ein Mädchen war mit ihrem Freund schon seit 2 Jahren zus

  Samstag Abend hatten beide einen häftigen Streit.     

                    Er wollte in die Disco fahren, wollte aber dass sie zuhause bleibt.  

                     Sie wollte nicht, dass er hinfährt!    

                       Er rief sie an und sie schrie ihn am Telefon an..   

          Sie sagte:  

        Geh doch, was interessiert mich das…  

         Ich hoffe auch, dass du NIE wieder kommst!   

                   Darauf am Tag kam sein Kumpel zu ihr und sagte:     

                    Es tut mir leid!        

           Sie verstand nicht und fragte, was los sei!    

           Er nahm sie mit zu einer Brücke.  

        Sie war abgesperrt! 

        Sie befürchtete schlimmes und ihr Herz fing an schneller zu schlagen.. 

  Bis er sie zum Rand der Brücke brachte,

   wo ein Blatt Papier lag.  

   Auf dem Papier stand:   

          Ich liebe dich so sehr, dass ich dir jeden Wunsch erfüllen würde!  

    Es war dein letzter Wunsch und er sei dir erfüllt!  

 *+*Er sprang runter und starb*+*   

  Sie weinte seid dem Tag jede Nacht..    

          Aber eines Tages hielt sie das nicht mehr aus bringte sich auch um!!! 

 

Tödliche E-Mail

Sie saß am PC, wie fast jeden Abend.
Immer als sie nach Hause kam, setzte sie sich an den Computer,
wählte sich ins Internet ein und blieb solange drin, bis sie ihre Mutter ins Bett scheuchte.
Aber an diesem Tag war es anders, sie hatte sich verliebt.
Es verging kaum eine Minute, wo sie nicht an ihn dachte.
Sie hatte nur seinen Nickname im Kopf und seine Beschreibung. Andauernd dachte sie darüber nach, wie er wohl aussehen würde.
Sie hatten nie so richtig über sich selbst geredet,
nie über persönliche Details wie genauer Wohnort oder so.
Sie wusste nur, dass er in Deutschland wohnte, wie sie selbst, aber etwa 400 km weit entfernt: zu weit zum besuchen.
Sie konnte ihm vertrauen, konnte sich loslassen, konnte sich fallen lassen, wenn sie mit ihm Chattete, was sie sonst nicht konnte.
In Wahrheit war sie sehr schüchtern, traute sich kaum etwas zu.
Doch im Chat, wenn sie mit ihm sprach, dann konnte sie sich richtig fallen lassen,
und ihren Gefühlen freien Lauf lassen.
Doch dass sie sich in ihn verlieben würde, daran dachte sie nie.
Sie hielt es nicht für möglich, sich in einem Chat zu verlieben, doch nun war es passiert; sie konnte nichts mehr dagegen machen.
Es vergingen einige Tage; sie dachte pausenlos an ihn; war schon öfters so nah dran,
es ihn zu gestehen, aber sie schaffte es nie.
Doch dann kam der Tag, an dem sie beschloss, es ihm zu sagen.
Als sie sich nach der Schule an PC hockte, und in den Chat ging, war er nicht da.
Sie wartete lange, doch er kam nicht.
Sonst war er immer da. Jeden Tag an die selbe Zeit.
Doch heute nicht.
Sie hatte keine Ahnung was dazwischengekommen war und befürchtete schon das schlimmste.
Und da kam ihr die Idee, ihre E-Mails nachzulesen.
Sie hatte Post, es war eine E-Mail von ihm.
Als sie den Betreff las, stieg in ihr ein eigenartiges Gefühl auf.
Ein mulmiges Gefühl in ihrem Bauch.
Ein Gefühl, dass ihr sie Luft wegbleiben ließ. Im Betreff stand:
Tut mir leid, ich mag dich nicht!!!
Sie machte die Mail auf...
Na du.....  

 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------                                                         

Es tut mir leid, ich hätte es dir viel eher sagen sollen, hätte es niemals so weit kommen lassen dürfen.
Ich bin nicht der, den du denkst.
Ich bin nur ein gewöhnlicher Mensch, kann mit dir ehrlich gesagt nichts anfangen.
Ich habe dich die ganze Zeit nur belogen.
In Wirklichkeit wollte ich nur jemanden verarschen.
In Wirklichkeit kann ich dich nicht leiden. Du mit deinem ewigen Gejammer, du,
mit deinen völlig abartigen Sicht zum Leben und allem.
Ich habe mitgespielt, weil es das war, was du wolltest.
Aber ich kann dich nun mal nicht leiden, deswegen werde ich dich jetzt in Ruhe lassen.
Das ist das letzte was du von mir hörst.                                                                                                                                                                                                                      
-------------------------------------------------------------------------------------------------                 

 Sie konnte es nicht glauben.
Jedes Wort fühlte sich so an, als würde ein Messer in ihr Herz stechen.
Es tat so fürchterlich weh, als sie das las.
Die Tränen konnte sie nicht mehr zurückhalten.
Sie rollten über ihre Wangen, bis zum Kinn.
Es fühlte sich an, wie Dornen die sich in sie hineinfraßen.
Sie war alleine daheim; zum Glück. So hätte sie es sich nicht getraut, aus dem Zimmer zu gehen.
Und das Weinen konnte sie auch nicht unterdrücken.
Es kam aus ihr heraus, als hätte sie seit Jahren nicht mehr geweint.
Sie hatte das Gefühl, als würden diese Worte alles in ihr zerstören, verbrennen.....
Sie wollte nicht mehr.
Er war die ein zigste Person, der sie vertraut hatte.
Doch es war alles nur Show...
Er war nicht real, diese Person die sie liebte, hasste sie.
Sie wollte nicht mehr leben.
Alles, woran sie geglaubt hatte, war eine Lüge.
Und das schlimmste war immer noch, das er es ihr so sagen musste.
Er hätte es auch anders tun können...
Aber wieso so??
Und wieso gerade sie, und eine andere naive Chatterin ?
Sie sah nicht mehr richtig, ihre Augen waren voller Tränen.
Und in ihr brannte es förmlich.
Sie konnte sich noch daran erinnern, dass ihre Mutter einmal Schlaftabletten gekauft hatte.....
Im Bad mussten sie sein, wie vor einigen Tagen auch noch, als sie sie per Zufall gefunden hatte.
Sie setzte sich wieder an den PC, vor ihr der Posteingang- Keine neue Nachrichten....
Der Deckel des Röhrchens spickte weg, als sie es aufmachte.
Da waren einige weiße Tabletten.
So klein und doch so gefährlich.
Sie nahm sich eine raus und schluckte sie.
Es war ekelhaft; es schmeckte fürchterlich bitter, aber die Tablette verschwand sofort in ihrem Magen.
Der Rest kann ja nicht schlimm sein, gleich ist es ja eh vorbei dachte sie, und schluckte den Rest der Tabletten auch.
Wie lange sie da saß und auf Post von ihm wartete, konnte man nicht sagen. Es mussten Stunden gewesen sein.
Ihr Kopf wurde immer schwerer, die Augenlieder waren so schwer wie Blei.
In ihrem Magen brannte es, doch sie spürte es nicht mehr.
Alles war wie durch Watte gedämpft.
Der Kopf sank auf die Tastatur, ihre Augen schlossen sich...
Das Herz wurde immer langsamer, alles schlief ein.
Für immer.
Man fand sie am nächsten Morgen.
Tot vor dem PC, in der Hand das leere Röhrchen.
Und auf dem Bildschirm, eine Nachricht. Irgendwer von den Ärzten musste sie geöffnet haben. Darin stand:
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Huhuuuu!!!
Gott, was hat den mein Bruder für`n Mist geschrieben? Tut mir leid, ich habe das nicht geschrieben...
Glaub mir bitte.... Ich könnte dir niemals weh tun....
Denn ich liebe dich...

 

Internetliebe

Als Laura das sah, stockte ihr der Atem. Alles verkrampfte sich in ihr.
Sie sah, wie der Bildschirm langsam vor ihrem Augen in den Tränen
verschwamm und sie nur noch vage die Buchstaben, die ihr gesamtes Inneres
gerade ausgelöscht hatten, erkennen konnte.
„Ich kann nicht mehr.
Das waren doch nur ein paar zusammengesetzte Buchstaben, wie konnte man
deswegen ein ganzes Leben an sich vorbeirauschen sehen?
Wie konnte man deswegen denken, alles sei vorbei?
Wie konnten ein paar Buchstaben die Freude und die Glücklichkeit der
letzten 8 Monate einfach so zerstören?
Fragen über Fragen.
Keine Antworten.
Nur Fragen.
Laura nahm die nächsten Sätze kaum wahr.
Lina, Steffi und Katja versuchten, sie zu trösten. Das sah ihnen mal
wieder verdammt ähnlich. Trösten, alle waren ja soo gute Freundinnen von
ihr, und alle hatten sie ja soo lieb!!
Laura wusste, was sie von denen zu halten hatte. Am Anfang, da war es
noch lustig gewesen, da hatte sie noch Spaß daran gehabt, jeden
Nachmittag den Computer anzustellen und die Namen zu lesen, zu chatten, sich zu
freuen, und, ja, und wegen Daniel.
Das war das einzigste, was Laura in diesen Augenblicken denken konnte.
Nur an Daniel.
Es schien ihm nicht schwer zu fallen, diese Sätze zu schreiben. Weit
hergeholte Erklärungen, oder besser Sätze, die sie ruhig stellen sollten.
Ja keine Panik aufkommen lassen, alles war sowieso schon schlimm genug
für sie.
Erst der Tod ihres Hundes, dann die verflossene Freundin und nun machte
auch noch Daniel Schluss.
Als das mit Senta war hatte sie ja schon an Selbstmord gedacht, aber
Daniel und Lina und Steffi und Katja konnten sie noch davon abhalten.
Dann hatte Carina auf einmal auch besseres zu tun, und ließ Laura
allein. Allein mit ihren Problemen.
Und jetzt??
Jetzt dieser Nachmittag. Alles war so schön gewesen, wieder im Chat,
wieder zusammen mit ihren Freunden und Freundinnen, Daniel war auch da.
Ihr Daniel. Er gehörte doch ihr, er konnte doch nicht einfach so sagen
„Aus, das ging doch nicht.
Sie hatten sich doch in den Nächten, in denen sie telefoniert haben,
die ewige Liebe geschworen.
Und jetzt??
Jetzt weinte Laura.
Daniel weinte auch, aber es tat ihm nicht Leid. Er weinte, weil er es
doch so niedlich fand, wenn Laura weinte. Sie hatte oft mit ihm am
Telefon geweint. Immer diese kindliche Naivität, das machte sie aus. Wenn
man sie hörte, da hatte man sofort das Gefühl, man hat es mit einem
kleinen und zerbrechlichen Wesen zu tun, das man in den Arm nehmen muss, und
man musste aufpassen, dass es nicht zerbrach.
Laura, sie spielte immer die Rollen des kleinen Vogels, der aus dem
Nest gefallen war und nicht wieder hereingekrochen kam, aus Angst, oder
viel mehr aus fehlender Kraft.
Kraft, die sie jetzt auch nicht mehr hatte.
Sie saß in der Wohnung vor dem Computer und starrte immer noch auf den
Satz, auf den Satz, nur auf den Satz.
Auf den Satz, der ihr Leben mit einem Schlag veränderte. Dass Lina und
Steffi und Katja da waren, das bemerkte sie gar nicht mehr. Sie sah
ein, dass sie sich die ganze Zeit etwas vorgemacht hatte. Die Liebe übers
Internet. Und das sollte gut gehen?
8 Monate war es gut gegangen.
8 Monate. Und jetzt??
Jetzt war es aus. Aus mit den 8 Monaten, mit dem Chatten, dem
Telefonieren und mit Daniel. Daniel... Wie schön der Name doch klang. Daniel...
Bei Laura gingen alle Gedanken mit ihr durch. Sie konnte nicht mehr
länger mit anhören, wie die anderen versuchten, Daniel fertig zumachen und sie zu trösten. Es war doch sowieso alles nicht ernst gemeint. Die
waren doch alles Lügner. Und Daniel erst Recht. Nur ein Lügner. Ohne
richtig zu wissen, was sie tat, schaltete sie den Computer aus.
Sie stand auf und ging in ihr Zimmer. Tränen liefen über ihre Wangen
und sie wusste nicht, wer sie war, was sie machte, was das Leben sollte.
Als sie aus dem Fenster sah, erkannte sie Schnee. Weiße dichte Flocken,
die vom Himmel kamen und die Straßen und Häuser, Bäume und Büsche in
ein wunderschönes weiß tauchten.
Laura liebte den Schnee. Das hatte sie schon immer getan. So schön weiß
und kalt.
Doch viel mehr liebte sie Daniel. Er war ein Lügner, und doch liebte
sie ihn. Dazu waren die letzten 8 Monate zu schön gewesen. Sie liebte ihn
noch genauso wie am ersten Tag.
Seitdem war viel passiert. Der Streit, die große Versöhnung, und dann
das Treffen.
Den weiten Weg hatte sie in Kauf genommen, er war ihr egal gewesen. Die
Zugkosten, auch egal, alles egal, das einzig Wichtige war ihr, dass sie
ihn endlich traf. Ihren Daniel. Dass sie ihn endlich mal umarmen und
küssen konnte, nicht nur über das Internet sagen konnte dass sie ihn
liebte, sondern ihm das ins Ohr flüstern. das war schon lange ihr großer
Wunsch gewesen.
Bald würde er Wirklichkeit werden.
Die Begrüßung am Bahnhof war filmreif gewesen. Sie waren aufeinander
zugerannt, sie hatte sich um seinen Hals geschwungen und er hatte sie um
sich im Kreis geschwungen. Dann hatten sie sich geküsst. Zum ersten
Mal.
Und seit diesem einen Kuss wusste Laura, dass Daniel ihr Daniel war. Er
durfte nie Schluss machen, und das hatte er auch gesagt. Für immer
zusammen, für immer ein Paar.
Und jetzt??
Jetzt sah Laura zu, wie es schneite. Und sie weinte. Und sie wusste,
sie konnte auch nicht mehr. Genau wie Daniel es vor einigen Minuten -oder
waren es schon Stunden, in denen sie am Fenster saß?- gesagt hatte...
Alles Leid der letzten Zeit staute sich in ihr auf und sie wusste, sie
musste etwas unternehmen. Ohne Freundin, ohne Hund, ohne Daniel
weiterleben, eine unvorstellbare Vorstellung. Bei dem Gedanken musste sie an
Daniel denken. Er hatte diese Widersprüche in Lauras Sätzen immer so süß
gefunden. Eine unvorstellbare Vorstellung.
Das bewies mal wieder, dass Lauras Lebens nur aus Daniel bestand.
Alles, was sie machte, alles, was sie tat, alles, was sie dachte erinnerte
sie an ihn. Und an die 8 Monate.
Ohne zu wissen, wohin, ging sie hinaus. In den Schnee. Sie lief und
lief und weinte dabei weiter. Dass die anderen Leute sie dabei anstarrten
machte ihr nichts aus. Es würde nichts an ihrem Entschluss ändern.
Laura lief, bis sie zur Brücke außerhalb der Stadt kam. Niemand sonst
war hier, außer Laura und dem Schnee.
Völlig außer Atem kletterte sie den Baum, der am Wegrand stand, hinauf.
Die Äste waren nass und glitschig vom Schnee. Ihre Hände glitten an den
Ästen ab. Ihre Hände wurden noch kälter als sie eine Stelle auf einem
der oberen Äste vom Schnee frei wischte. Es kamen Buchstaben zum
Vorschein. D A N I E L. Und darum ein Herz.
Das hatte sie hier eingeritzt, als sie sich so sicher war, dass nichts
sie auseinander bringen könne.
Und jetzt??
Ihre Tränen fielen auf den Baum und der Schnee schmolz an den Stellen,
an denen sie aufkamen.
Mit zitternden Händen befreite sie auch den Stamm von Schnee. Ob es
noch da war?
Ihre Finger fühlten die raue Rinde. War es etwa weg? Und war das Messer noch da?
Nein, sie sah das große Astloch im Stamm. Sie griff hinein und zog ein
Messer heraus. Der Griff war schon durchnässt und modrig, die Klinge
noch einigermaßen scharf und sauber.
Sie rieb es an ihrer Jacke ab und betrachtete es. Ihre Mutter hatte es
ihr einmal geschenkt. Damals hatte sie darauf bestanden, ein Messer zu
bekommen, weil sie doch so gerne schnitzte. Hätte ihre Mutter gewusst,
was sie einmal damit vorhatte, hätte sie es wohl nicht gekauft...
Laura nahm es so fest es ging in die Hand und strich nun das Herz mit
den sechs Buchstaben durch. Die Rinde war festgefroren, doch mit einiger
Kraft gelang es ihr, zwei Striche durch den Namen zu ritzen. Zufrieden
sah sie ihr Werk an. Ihr kamen wieder Tränen, doch diesmal waren es
Tränen aus Wut. Wie hatte Daniel das ihr bloß antun können?
Sie rutschte ab, als sie versuchte, den Baum wieder hinunterzuklettern.
Gott sei Dank war er nicht allzu hoch und ihr passierte nichts. Gott
sei Dank? ...
Ob ihr jemand nachtrauern würde? Vielleicht ihre Mutter. Oder Lina,
Steffi und Katja. Aber das meinten die sowieso nicht ernst.
Sie dachte noch etwas weiter darüber nach, als sie das Messer ansetzte.
Tief schneiden, sonst überlebte man. Und längs, nicht quer.
Laura schnitt längs und tief.
Rotes Blut sickerte in den Schnee. In den Schnee, den sie so liebte...
Daniel fing an zu weinen, als er die rote Rose auf den Sarg legte.
Als der Sarg mit Erde bedeckt wurde, fing es sanft an zu schneien...

 

 

Was man tief im Herzen besaß, kann man auch durch den Tod nicht verlieren. LAURA MESSNER geb. 04.04.1987 gest. 09.06.2001

 



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